Iris Bittner

Meine – Globalen – Gedanken

Letzte Tage hat mich meine Freundin gefragt: „Iris, warum postest du denn überhaupt politisches? Du weißt doch, dass du einen Shit storm bekommst!“

Ja, ich weiß das! Einen Augenblick, habe ich auch überlegt, ob ich es sein lassen soll. Ich bin nicht der Typ Mensch, der gerne mit meinem Gegenüber streitet und aneckt. Leider ist mir das bereits mehrmals, mit nicht angepassten Mainstreamtexten, passiert. Seit Corona gibt es nur noch ein schwarzes oder weißes Denken. Andere Denkansätze dürfen leider nicht an- bzw. ausgesprochen werden. Ich glaube, die Wahrheit liegt oft in der goldenen Mitte!

Doch dann fiel mein Blick auf unsere Urlaubsfotos der letzten Jahre. Was haben wir, als Familie oder mit Freunden, für wundervolle Reisen in fremde Länder gemacht und dort wunderschöne Dinge erlebt. Auf vielen Bildern finde ich liebe Fremde, die uns als Gäste willkommen geheißen haben und aus einigen Begegnungen sind bleibende Freundschaften entstanden. Wie geht es denen wohl in dieser crazy Viruszeit?

Ich kann und werde nicht schweigen und deswegen möchte ich euch jetzt von anderswo Bericht erstatten, schließlich bin ich mit einigen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern im regelmäßigen Austausch. Vorab, größtenteils geht es denen nicht so gut wie uns, die wir von Staatsgeldern zur Zeit noch aufgefangen werden.

Eins haben jedoch alle Menschen gemeinsam:  „ANGST!“

Anfangen möchte ich mit meinen „Amerikanischen Gast-Eltern“, die bereits über 90 Jahre alt sind und im Mittelwesten der USA leben. Sie halten sich strikt an die Ausgehregeln. Am meisten fehlen ihnen die Gottesdienste und die Kontakte zu ihren Freunden. Zum Glück sind sie persönlich mit dem Virus nicht in Kontakt gekommen. In ihrer Region gibt es keine überfüllten Krankenhäuser.

Durch den Kinderverein  https://www.chiemela-ev.de/schreibe ich mit jungen Menschen aus Nigeria. Auch hier herrscht bis zu den kleinsten Dörfern Ausgangssperre. Das bedeutet, dass niemand sein Dorf verlassen darf, die Kinder nicht zur Schule gehen dürfen und somit keine geregelten Mahlzeiten bekommen. In Okwuoji  haben die Schulkinder Glück. Sie werden vom Verein weiterhin betreut und erhalten somit eine gesponserte Mahlzeit pro Tag, die sie sich, mit Mundschutz – teils auf Pappe gebastelt – vor dem Schulgebäude abholen können. Anderorts wird bereits gehungert. Im Dorf scheint das Virus noch nicht angekommen zu sein.

Auf Instagram pflege ich Kontakt zu einem jungen Paar aus Marokko.  Sie ist Deutsche, er Marokkaner. Bis zum Shut down in Marrakesch, konnten sie gut von ihrer Selbstständigkeit als Reiseführer leben . https://www.frombrementomorocco.de/ Ihr Lebensunterhalt ist komplett weggebrochen. Es gibt keine Touristen mehr in Marokko. Fünf Wochen hielt die Ausgangssperre und keiner durfte sich großartig aus dem Haus bewegen. Sie schreibt, mittlerweile sind die restlichen Notgroschen aufgebraucht, Sozialgelder vom Staat gibt es kaum, sie hören von vielen Corona Toten und überfüllten Krankenhäusern. Wie es mit ihnen weitergehen kann, wissen sie nicht. Da sie Deutsche ist, doch auch die Botschaft geschlossen war, hatte sie keine Möglichkeit für eine Rückkehr und wollte es auch nicht, da sie sich dann von ihrem Ehemann hätte trennen müssen. Die beiden hoffen auf ein neues Gesetz für Mischehen, dass jetzt verabschiedet wurde. Ihre Hoffnung liegt nun auf eine Rückkehr nach Deutschland, um die Corona Zeit hier zu überbrücken. Deutschland hat ein besseres Gesundheitssystem und auch mehr Arbeit, so ihre Aussage. Auch Flüchtlinge gehen von Marokko nach wie vor ins Mittelmeer, um nach Europa zu gelangen.

Im Libanon ist es noch schlimmer. Zusätzlich zur gestreuten Angst vor dem Virus, wehren sich unsere Bekannten gegen die korrupte Regierung und auch hier folgt bereits jetzt Angst vor Hunger und Armut.

Auch Freunde aus Mexiko und Kolumbien haben mittlerweile zusätzlich zur Pandemieangst, gravierende Existenzängste.

Mein Fazit:
Das Herunterfahren der Wirtschaft durch den Lock down, betrifft uns alle nicht nur direkt vor Ort, sowie einige Aussagen lauten: „Uns geht es doch gut, warum meckern „ die anders Denkenden“ eigentlich?“

Ich, meinerseits, kann nur sagen, ich möchte aufmerksam machen, auf Menschen, denen es nicht so gut geht, wie uns. Wir dürfen nicht nur vor unserer Haustüre kehren! Wir leben in einem globalen Zeitalter! Drehen wir hier in Europa an einer Stellschraube, geht diese Drehung wie eine Welle weiter und kommt auch wieder zu uns nach Deutschland zurück.

Antje Becker, die Geschäftsführerin von dem Kinderhilfswerk Childfund Deutschland https://www.childfund.de/de/home.html schrieb zu der Frage, die ich auf Instagram gestellt habe:“ Wo sind eigentlich die Flüchtlinge?“ folgendes:

„Einerseits ist das ein gutes Beispiel von „Meinungsmache“ durch unsere Medien. Und es wird mehr als deutlich, welche Macht wir den Medien geben. Die wenigsten Menschen in unserem Land sind allerdings reflektiert genug, um das zu erkennen.

Nicht vergessen werden darf, dass in den allermeisten afrikanischen Ländern der Lock down sehr viel härter und rigoroser von den Regierungen durchgezogen wird, als wir es hier in Deutschland erlebt haben. Schon Reisen innerhalb des Landes sind strengstens verboten. Man darf in vielen Ländern Afrikas seinen Wohnort nicht verlassen. Und das wird in diesen Zeiten viel schärfer kontrolliert.

Ich denke, das trägt auf jeden Fall dazu bei, dass deutlich weniger Menschen auf der Flucht nach Europa sind. UND ich bin sicher: lange wird das nicht mehr so bleiben!

Die Hungersnot, die dem Osten Afrikas droht, hat apokalyptische Ausmaße. Da werden viele ihre Heimat verlassen wollen.

Wir von @childfunddeutschland versuchen, einen wichtigen Beitrag zu leisten und die Menschen, mit lange haltbare n Lebensmittel, zu versorgen. Das ist natürlich auch kein Dauerzustand!“

Mit dieser Antwort hat sie ALLES auf den Punkt gebracht!

Global wird massiv Angst vor dem Virus gestreut. Die Medien sind meinungsbildend, die Regierungen und die Menschen handeln dementsprechend. Woanders müssen entsetzlicherweise bereits jetzt Menschen um ihr Leben kämpfen …..und es wird noch schlimmer!

Unsere Politik – nein ich sage WiR ALLE – haben daran Schuld und wir ALLE, besonders leider unsere Kinder und die Generationen danach, werden mit dem Resultat, dass wir mehr Angst vor einem Virus, wie vor den wirtschaftlichen Folgen haben, leben müssen.

Angst ist kein guter Berater.

Unsere Medizin ist sehr weit. Viele Krankheiten können geheilt werden und hochansteckende Krankheiten gab es ebenfalls auf unserem Planeten schon immer. Wie sind wir vorher damit fertig geworden?

Facebook Post, von Aussagen, dass man sein Immunsystem stärken soll  – werden gelöscht.

Ein Impfstoff aus Russland ist nicht gut genug, obwohl auch hier in Deutschland ein neues Mittel keine Jahre getestet werden kann. Ich frage mich, ob hier nicht die richtigen, ausgewählten Leute dran verdienen und deswegen ist Russlands Mittel nichts wert!?

Wieso werden wir einseitig von den Medien informiert?

Wieso gibt es nur eine Handvoll Berater um unsere Regierung herum?

Wieso ist ein würdevolles Sterben im hohen Alter nicht mehr erlaubt, dafür wird jedoch wissentlich zur gleichen Zeit akzeptiert, dass junge Menschen sich das Leben freiwillig nehmen, weil man ihnen die Existenz raubt?

 

Ich kann nicht schweigen!

Tut mir Leid!

Zu viele Fragen und zu viele Entscheidungen an und von unserer Regierung verstehe ich nicht, Ich kann das auch nicht einfach so zur Seite schieben, das lässt mein Gewissen nicht zu!

Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass das Covid-19 Virus, für einige Menschengruppen, gefährlich ist. Aber auch andere Krankheiten sind für Menschen gefährlich!

Ich persönlich habe keine Angst vor Corona, aber massive Angst vor dem, was auf unsere Kinder und bereits auf unsere Generation, in der nächsten Zeit auf uns zurollt.

 

Verbundene Grüße

Iris

Positiver Lebensvergleich von Deutschland mit den Ländern Somalia – Jemen – Pakistan in Zeiten der Pandemie

Es geht uns nicht gut und wir haben alle unsere persönlichen Ängste. Der eine mehr, der andere weniger.  Der Covid-19 Stamm und seine Verwandten halten uns gefangen.

In der temporären freiwilligen Quarantäne, ziehe ich mich positiv hoch, in dem ich mir bewusst mache, dass es anderen Mitmenschen auf dem Globus gibt, denen es bestimmt viel schlechter geht.

Mein Buch „Vintana“ handelt von den Ländern Madagaskar, Somalia, Jemen, Oman, Pakistan und Indien.

Ich behaupte, dass wir Deutschen uns glücklich schätzen dürfen, diese Krise in unserem westlichen, modernen europäischem Land, zu verbringen.

Vor Ländergrenzen macht ein Virus nicht Halt. Der Unterschied ist, dass wir in Deutschland ein intaktes Gesundheitssystem haben. Somalia, hat laut einer Statistik aus 2014, auf 1.000 Einwohner nur 0,03 Ärzte, also im Klartext, 33.333 Personen erwarten Hilfe von einem einzigen Arzt. Zum Vergleich, weißt Deutschland eine Prozentzahl von 4,33% in 2017 auf. Das heißt auf einen Arzt, werden statistisch 4.330 Patienten gerechnet. Gibt es dort überhaupt Intensivstationen und Krankenhäuser mit Isolierstationen? Ich weiß es nicht!

Passiert diese Coronakrise in einem Land wie Somalia, mit weniger Hygiene, Aufklärung und keinem intaktem Gesundheitssystems, d.h. keine Intensivbetreuung, wird es automatisch massiv mehr Infizierte und gleichzeitig Tote geben, wie hier.

Nicht umsonst werden Flüchtlinge, bevor sie in einem Flüchtlingscamp von der UNO aufgenommen werden, auf Cholera und andere ansteckende Krankheiten untersucht und geimpft. Eine Epidemie ist eine Katastrophe.

In den Medien werden wir konstant auf dem Laufenden gehalten, wie hiesige Krankenhäuser momentan ihre Coroanaabteilungen aufrüsten. Genauso wie neue Intensivstationen mit Intensivbeatmungsgerätschaften gekauft werden, freiwillige Fachkräfte sich zur Verfügung stellen und neue Hygieneprodukte produziert werden, bevor diese komplett ausgehen könnten. Ich darf also aus dieser Sichtweise sagen, dass ich mich in Deutschland, soweit sicher fühlen darf.

Kommen wir zu meinen nächsten Gedanken.

Trotz Anordnung, in unseren Vier wänden zu  bleiben, haben wir eine Rundumversorgung. Die Regale in den Lebensmittelgeschäften werden neu aufgefüllt, auch wenn einzelne Produkte temporär ausverkauft sein könnten. Es wird für Nachschub gesorgt.

Auf Facebook finden wir immer weniger Neuigkeiten aus dem Jemen. Jedoch, sind die Lebenssituationen vor Ort noch genauso erschütternd und menschenunwürdig, wie vor der Coronapandemie. Der Bürgerkrieg hat alle wirtschaftlichen Strukturen zerstört. Lebensmittel sind Mangelware. Wenn es auf einem Markt kein Essen mehr gibt, dann gibt es auch kein Essen mehr. Die Leute können nicht darauf warten, dass ein Lager geöffnet wird oder ein LKW neue Ware bringt, so wie wir in Deutschland, es gewöhnt sind. In Jemen herrscht eine undenkbare Hungersnot. Leider sind wir Europäer, mit unseren eigenen Ängsten beschäftigt. Die wenigen Gedanken, die uns vor der neuartigen Grippekrise, über diese vergessenen Menschen durch den Kopf oder ins Herz gingen, sind nun auch noch verdrängt. Ich bete, dass das Virus, diese Landesgrenze – die normalerweise sowieso von keiner Seite überschritten werden darf – auch nicht passieren kann.

Noch eine weitere ökonomische Überlegungen zu unserem Vorteil.

Wir halten uns in unseren warmen Wohnungen und Häusern auf und vertreiben die Zeit vor dem Fernseher, lesen, spielen, daddeln, unterhalten uns mit den Lieben und und und…. wenn man will, kann sich jeder gut beschäftigen. So manch´ einer sortiert seinen Kleiderschrank oder räumt den Dachboden und die Garage auf, oder befreit sich von gesammelten Papieren. Dabei entsteht Müll.

Haben wir es nicht gut, dass unsere Müllabfuhr einmal wöchentlich unseren sortierten Abfall automatisch abholt?

Für uns selbstverständlich. Mogadischu  in Somalia, hat kein intaktes Verwertungssystem. Das heißt, es gibt keine Mülltonnen, nichts wird recycelt und in vielen Bezirken gibt es noch nicht mal eine Kanalisation. Wenn ich mir vorstelle, jeder von uns würde seinen Müll einfach auf die Straße schmeißen und eine kleine Wasserrinne mit Kloake fließt daneben, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken. Es muss dort ekelhaft stinken. Mann, bin ich froh und dankbar, dass wir unsere gelbe, schwarze und braune Tonne neben dem Glasbehälter in der Garage stehen haben, die abwechselnd und ganz automatisch abgeholt werden.

Kommen wir zu einer weiteren Beobachtung, meinerseits. Zum wirtschaftlichen Chaos, das diese soziale Enthaltsamkeit unserer Gesellschaft abverlangt.

Immer mehr Unternehmen schalten Hilferufe im Netz. Die Angst vor Insolvenzen und Arbeitslosigkeit nimmt zu. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass viele Unternehmen in ein wirtschaftliches Desaster rutschen und wahrscheinlich, trotz aller Zusagen des Staates, eine Insolvenz anmelden müssen.

Wer also im Januar dieses Jahres noch gedacht hat, einen bombenfesten Job zu haben, steht auf einmal ohne Arbeit da. Ich will es nicht dramatisieren, jedoch auch nicht verschönern.

Aber, im Vergleich mit einer Vielzahl von Ländern, schneiden wir Deutschen, auch in hier besser ab. Eine gewisse Sicherheit, erhält jeder einzelne durch unser Sozialsystem zum Beispiel mit dem Arbeitslosengeld. Diese finanziellen Zahlungen seitens des Staates, gibt es in keinem der oben genannten Länder.

Arbeitnehmer werden in Deutschland gesucht, bestimmt auch nach der Coronakrise.

Bestimmt müssen einige Menschen kreativ werden und teils umlernen. Bestimmt müssen auch einige Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Gelder verzichten, aber es gibt menschenwürdige Lösungen und Angebote. Das ist in anderen Ländern nicht selbstverständlich.

Spielen wir mal eine ähnliche Lebenssituation in Pakistan durch. Würde ein pakistanischer Familienvater, der das Geld nach Hause bringt, wochenlang wegen des Corvid-19 Virus, ausfallen und somit in finanzieller Not geraten, müsste er sich Geld von einem Großunternehmen leihen. Diesem Finanzier ist er und damit auch seine komplette Familie, oft ein Leben lang auf Gedeih und Verderb verpflichtet, man kann auch sagen, ausgeliefert. Die Schulden müssen abgearbeitet werden, häufig sogar mit zusätzlicher Kinderarbeit. Der Staat fängt in Pakistan keine einzelnen Personen mit staatlichen Geldern auf.

Glücklich dürfen wir uns ebenso bis dato über unser soziales gemeinschaftliches KrankenVersicherungssystem schätzen.

Medizinische Behandlungskosten, die eventuell im Falle einer Ansteckung entstehen, ebenso wie eine mögliche Intensivbetreuung in einem Krankenhaus, werden von unseren gesetzlichen und privaten Krankenkassen im Allgemeinen getragen. Der einzelne Patient wird aufgefangen und durch das sozial finanziell unterstützt. Das ist gut und schützt meistens vor unvorhersehbaren und unüberschaubaren Verschuldungen durch eine Krankheit.

Ich freue mich über meine Verbindungen zur Außenwelt über ein  intaktes Internet, auch wenn wir uns oft beklagen, dass wir im weltweiten Vergleich nicht das schnellste und flächendeckende habe. Jedoch, wir haben eins und das verbindet uns ONLINE.  Auf Madagaskar sieht es anders aus. Nicht jeder Madagasse kann sich ein Smartphone, Telefon, PC, TV oder Laptop leisten.

Um ähnliche positive Gedanken zu erhalten, empfehle ich dir mein Werte und Wissenbuch.

Vintana eine andere Reise von Madagaskar bis Indien

Die meisten Leser verspüren danach eine Dankbarkeit.

bestellungen nehme ich gerne entgegen und verschicke das Hardcoverbuch für 21,80 Euro zzgl. 3,00 Euro Versandkosten mit der Post

Gut, dass wir ein intaktes Versandsystem im Land behalten haben.

Bleibt gesund!

Iris

 

Ein Virus, der vereinsamen lässt.

Unser gesellschaftliches Leben wird momentan massiv eingeschränkt und somit kann man sagen, unsere bekannte Welt aus den Angeln gehoben.

Schulen, Restaurants, Eisdielen, Kneipen, Kinos, Schwimmbäder werden geschlossen, selbst das Fußballtraining bei den Kids, Kurse im Fitnesscenter und sogar private Partys, abgesagt.

Ganz zu schweigen von größeren und kleineren Veranstaltungen, wie Konzerte, Seminare und ebenso meine Lesungen – alles cancelt.

In früheren Krisen- und Kriegszeiten war es normal, dass der Mensch Trost bei Gott, in gemeinschaftlichen Gottesdiensten, gefunden hat. Doch auch hier, kommt eine Menschengruppe zusammen und die Verbreitung des Virus soll eingedämmt werden.

Was passiert da gerade mit uns?

Es ist beängstigend!

Ich möchte einen Aufruf für unsere liebens- und lebenswerte, westliche Gesellschaft starten!

Bereits unter normalen Umständen, wie noch vor ein paar Tagen gelebt, gab es eine soziale Verarmung.

Ich denke da an einsame Menschen, die in Singlehaushalte leben.

Alte Leute, die regelmäßig einmal  wöchentlich das Wartezimmer ihres Arztes des Vertrauens aufsuchen, um wenigstens hier unter Menschen zu kommen.

Ehepaare, die sich aus verschiedenen Gründen getrennt haben. Der eine Part ist wieder glücklich mit einer anderen Person zusammen und genießt das weitere Leben. Der andere Ex-Partner hat bis dato noch keinen zweiten Menschen, für eine Bindung gefunden. Er oder sie grämen sich womöglich im eigenen Frust.

Alters- und Pflegeheime quellen über vor Leute, die ihr Leben alleine nicht mehr gestalten können. Viele unterhaltsame Kulturprogramme müssen auch hier, aus Sicherheitsgründen, gestrichen werden. Besuchsdienste sind auf das Minimalste eingeschränkt, um die Gesundheit der Bewohner nicht zu gefährden.

Das Gleiche gilt momentan für hiesige Krankenhäusern. Besuche sind meistens nicht gestattet.

Ich könnte noch einige weitere Beispiele aufzählen. Jeder von uns hat Bekannte, Nachbarn, Verwandte und auch Freunde, denen es so oder ähnlich geht.

Meine alte Tante freut sich bestimmt über einen Anruf und ein kleines Quätschchen zwischen uns, auch wenn diesmal jeder seinen Kaffee zuhause selber kochen muss.

Morgen rufe ich eine einsame Freundin aus früheren Zeiten an…. mal schauen, was sich daraus entwickelt.

Mit diesem Blog möchte ich zum Telefonieren gegen die Einsamkeit und FÜR unser soziales Miteinander anregen.

Wir sind vernetzt und das hat den Vorteil –  wir können im Kontakt bleiben.

 

Bleibt fröhlich, freudig und gesund!

Iris

Kindliche Vorfreude

Eigentlich schenken mein Mann und ich uns nichts zum Valentinstag. Jedoch dieses Jahr, war uns beiden – ohne Absprache – danach. Ralf und ich sind doch ein „altes Ehepaar“, sowie mein Vater sich gerne Scherzens halber ausdrückt. Darf er auch sagen- nach 24 Ehejahren!

Jedenfalls hat Ralf mir ein wundervolles kleines Buch von John Strelecky https://www.johnstrelecky.com/de/ geschenkt. Er weiß, dass ich alle Bücher von ihm verschlungen habe. Teils, gestalte ich mein Leben danach und gerne empfehle ich diese Lektüre weiter. Kennt ihr „The Big Five for Live“  oder “Das Cafe´ am  Rande der Welt“? Lohnenswert und kurzweilig zu lesen.

Ich musste sofort im geschenkten Buch

Folge dem Rat deines Herzens und du wirst bei dir selbst ankommen

schmökern.

John Strelecky hat hier inspirierende Aha-Erlebnisse aus seinem Notizbuch veröffentlicht.  In seinen kurzen Gedankenspielen finde ich mich wieder. Oft hatte ich zu seinen Erkenntnissen selber eine Idee.

In einer dieser kurzen Geschichten, erzählt er, von seiner Tochter. Sie fiebert gespannt auf neues Spielzeug hin. Er, als Vater hat das Püppchen im Internet bestellt, da es nicht mehr hergestellt wird. Die Ankunft der Ware wird mit zwei Wochen angegeben und das Kind kann es kaum abwarten. Die Spannung steigt von Tag zu Tag. Ich möchte das Ende der Geschichte zitieren:

„Zwei Wochen lang bereiteten ihr diese kleinen Figuren eine unheimliche Freude, obwohl sie noch nicht einmal angekommen waren. Sie stellte sich im Geist bereits all die Möglichkeiten vor, wie sie mit ihnen spielen würde und welche neuen Spiele sie und ihre Freunde erfinden würden…. Als Erwachsener neigen wir eher dazu, unmittelbar bevorstehende Aufgaben zu erledigen. Manchmal tun wir es, weil es nötig ist. Doch meistens machen wir es aus Gewohnheit. Wir vergessen, dass sehr viel Freude im Leben durch die Vorfreude auf etwas Kommendes hervorgerufen wird. Wie wäre es, wenn wir auch als Erwachsene alle drei Monate etwas in unseren Kalender eintragen würden, das uns eine besondere Freude bereitet? Nicht nur irgendeine Unternehmung oder etwas, das wir mehr oder weniger zufällig beim Einkaufen entdecken, sondern etwas wirklich besonderes? Und wie wäre es, wenn wir uns die Zeit nehmen würden, uns genau zu überlegen, wie dieses besondere Geschenk für uns selbst aussehen soll und wenn wir uns schon im Vorhinein jeden Tag darauf freuen würden? Wenn wir mit gespannter Erwartung darauf hin fiebern würden so wie meine Tochter, als sie auf die Ankunft ihrer Spielzeugtiere freute. Vielleicht wäre das ein Weg, wie wir die scheinbar einfachen Freuden der Kindheit, auch als Erwachsener erleben könnten.“

Ist das eine GROSSARTIGE Idee!!!

Ich mache mit!

Zu gerne möchte ich die kindliche Vorfreude genießen und habe bereits ein Event, was mir spontan dazu einfällt:

Ein LIVE – INTERVIEW….

Wie schön ist DAS denn!

Mein Bauch kribbelt und ich bin aufgeregt, da es im gleichen Moment übertragen wird und Korrekturen sind nicht machbar. Also Versprecher vorprogrammiert…. Absolutes Neuland für mich. Diese Stunde wird eine Plauderei über das Leben, die bunte Gesellschaft, die unendlichen Möglichkeiten glücklich zu sein und Glück weiterzugeben, über Dankbarkeit und über meine kreative Arbeit. Dieses Gespräch, vor laufender Kamera, ist mein persönliches besonderes nächstes Event.

Täglich werde ich mir diese Stunde erwartungsvoll ausmalen.

Wie wird es sein? Wie fühle ich mich? Ich stelle mir Spontanität vor, mit Antworten ohne „Ähm und Hmms“  zu den Live-Fragen!

Ach, ich freue mich ganz einfach, wie ein Kind….

Kindliche Vorfreude -Grüße

Iris

Kulinarische Lesereise

Herzliche Einladung zur ersten „Kulinarischen Lesereise“ am 22.März 2020 16.30 Uhr

im MarktEINS in Burgsteinfurt

Wie schmeckt Kamelmilchbutter?

Was für ein Aroma hat Bockshornklee?

Kennst du den orientalischen Geschmack der Süßspeise „Om Ali“ ? Hast du diese Art von Nachtisch jemals probiert?

Die herzerfrischende und geniale Köchin Elke Schmitz Schmeller lädt ein, kostbare Gewürze und geschmacksintensive Kräuter zu probieren. Orientalischer Koriander, erfrischende Pfefferminze, intensiver Curry und der vollmundige Geschmack der Bourbon Vanille,  angemacht in einem sieben gängigen Tastingmenue. Dafür benutzt sie Traditionsrezepte aus der Küche Afrikas und Vorderasiens.

Zu den Leckereien, lese ich entsprechende Länderkapitel aus „Vintana – eine andere Reise von Madagaskar bis Indien“, vor.

Kulinarisch köstlich und realistisch explosiv, servieren wir gleichzeitig, aussergewöhnliche Gerichte  mit internen Hintergrundwissen. Fremde Geschmacksnuancen aus den Ländern Madagaskar, Somalia, dem Jemen, dem Sultanat Oman, Pakistan und Indien.
Der krönende Abschluss der kulinarischen Lesereise, führt uns nach London zur „Tea Time“ mit leckeren warmen Scons. Eine lockere Runde lädt ein zu offenen Gesprächen, Fragen und vielleicht sogar zum Diskutieren.

Gekocht, gegessen und gelesen wird im wunderschönen Ambiente des Markt Eins Steinfurt am Sonntag, 22.03.2020 ab 16.30 Uhr.

Der Kostenaufwand liegt bei 25,00 Euro pro Person. Die Tickets können bestellt werden unter Telefonnummer 02551-1889482 Markt Eins Steinfurt

Elke und ich freuen uns, auf hungrigen und neugierige Reisegefährten.

Alles Liebe

Iris

Neujahrsgedanken 2020

01.01.2020!      EINS – EINS – ZWANZIG – ZWANZIG!

Ein faszinierendes Datum!

„Die Goldenen Zwanziger Jahre“ kommen mir in den Sinn. Charleston Mode mit Stirnbänder, lange Perlenketten und die endlose Zigarettenspitze. Ach und der freche Bubikopf, provokant gegen Eltern, abhebend von dem, was vorher war. Emanzipation der Frau beim Tanztee mit Jazzmusik. Die Zwanziger Jahre standen für Wirtschaftsaufschwung und endeten bekannter Weise in einer Wirtschaftskrise. Zwei Weltkriege liegen zwischen dem und jetzt.

Was erwartet uns in den kommenden Zwanziger Jahren?

Vor 100 Jahren haben sich die jungen Leute von der älteren Generation differenziert, indem sie aufmüpfig, auffällig und extravagant wurden. Heute geht unsere junge Generation den Schritt zurück. Youngster, wie Greta Thunberg machen es unserer Wohlstandsgeneration vor. Weniger ist mehr! Auf unserem schönen Planeten muss rapide und radikal aufgepasst werden, indem zurückgerudert wird. Ausgeplündert, abgeerntet und vergiftet haben wir, die Bevölkerung der letzten 100 Jahre, unsere wundervolle Erde.

01.01.2020!           EINS – EINS – ZWANZIG – ZWANZIG!

Klingt nach SOS!!!

Achtung… das Jahrzehnt im zwanzigsten Jahrhundert endetet in einer Krise. SOS bedeutet, es kann noch geholfen werden, wenn man möchte!

Es stimmt, es ist nicht leicht für sich zu entscheiden, was kann ich als einzelner kleiner Mensch beitragen. Gedanken wie: „Wenn ich mich ändere fällt es nicht ins Gewicht. Es fällt nicht auf, wenn wir in Deutschland anfangen und der Rest der Welt ignoriert die Klimaverschmutzung und Erderwärmung!“

Nein, das bin nicht ich! Das ist nicht meine Meinung!

Wenn wir alle gemeinsam und jeder für sich, ein kleines bisschen mehr auf die persönliche Lebensweise achten, passiert zusammen im Ganzen gesehen – GROSSES!  Alles ist irgendwann klein angefangen.

01.01.2020!           EINS – EINS – ZWANZIG – ZWANZIG!

Ich wünsche uns allen den Verstand, das Bewusstsein im neuen Jahr 2020, für sich ein Thema zu finden, um den eigenen Part zur Weltverbesserung, beizutragen. Ich wünsche Spaß und Lebensfreude, um mit Leichtigkeit den Anforderungen stand zuhalten.

Vivat – Vivat auf das neue Jahrzehnt, mit einer hoffentlich positiven Entwicklung für unseren blauen Planeten.

Farbenfrohe Grüße Iris

Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich (Andre`Gide)

Mein Name „3xFreude“ bedeutet, dass ich Freude beim Malen habe, Freude für denjenigen der ein Bild von mir erhält und Freude in einem  sozialem Projekt zusteuern kann.

Diese wunderbare Organisation, die ich unterstütze, möchte ich näher beschreiben.

Mindestens 10% spende ich von jeder Bildeinnahme an Chiemela E.V.- Hilfe für Waisenkinder in Okwuoji,Awo.Omamma, Imo State, Nigeria

Frau Felicia Odum,, hat mit einigen anderen hilfsbereiten Menschen aus Steinfurt und Umgebung vor zwei Jahren diesen gemeinnützigen Verein gegründet.

Felicia Odum

Der Hauptgrund war, dass Frau Odum 2010 ihre sieben Nichten und Neffen, die innerhalb von vier Wochen Vollwaisen wurden, finanziell unterstützen wollte. Die Kinder hätten wahrscheinlich ohne ihre Hilfe nicht überlebt.

Da Frau Odum ebenfalls zwei eigene großartige Kinder hat und finanziell nicht so gestellt war, dass sie alles aus ihrem eigenen Portemonnaie zahlen konnte, musste eine andere Idee her. Diese war und ist immer noch ein Waffel- und Flohmarktartikelstand auf Festlichkeiten in der Umgebung.

Ihre gute Tat sprach sich schnell herum und Nachschub von Flohmarkt Gegenstände gab es kontinuierlich von irgendwelchen Entrümpelungsaktionen spendablen Bürger. Genauso wie sich einige engagierte Damen und Herren persönlich angesprochen fühlten ihre Aktionen tatkräftig zu unterstützen.

Das Ursprungsziel war ein Brunnenprojekt. Bis dato musste das Trinkwasser umständlich aus einem See, der einige Kilometer entfernt von dem Dorf Okwuoji liegt, geschleppt werden.

                               

Familie Odum zu Besuch vor Ort

Hilfe zur Selbsthilfe

Das transferierte Spendengeld wurde für eine Wasserbohrung genommen, einen Brunnen angelegt und ein Stromaggregat angeschafft. Mit dem Verkauf von Frischwasser konnten die sieben Waisen ihr eigenes Geld verdienen um sich wiederum damit das tägliche Essen zu leisten

Damit war es Felicia Odum aber nicht genug. Sie wollte mehr für ihr Heimatdorf tun. Ihr Plan war ein Waisenhaus mit integrierter Schule zu bauen. Nicht nur ihre Verwandtschaft, sondern auch andere Kinder sollen Zugang zu einer Unterkunft, zu Nahrungsmittel, zu Kleidung und zur Schulbildung erhalten.

Waisenhaus mit integrierter Schule – im Bau befindlich – wird allerdings schon in den unteren Räumen als Schule genutzt (Stand August 2019)

Leider ist das deutsche Finanzamt irgendwann, durch die regelmäßigen Zeitungsartikel, auf sie aufmerksam geworden. Der einzige Ausweg war ein eingetragener Verein. Diesen gründete sie somit und die Arbeit des Geld einsammeln wurde offiziell. Mitgliederbeiträge, Firmenspenden, Crowdfunding Aktionen von der Sparkasse und weiterhin Verkaufsaktionen tragen heute  für den guten Zweck bei.

Durch die Nähe zu Felicia Odum, die regelmäßigen Fotos die wir als Vereinsmitglieder erhalten, die Reisen die sie in ihr Heimatdorf tätigt und direkte Kontakte zu den Kindern über Sozialmedia, kann ich bezeugen, dass das Geld wirklich an die richtigen Stellen ankommt, ohne in Verwaltungsaufgaben zu verschwinden.

Kinder
Kinder

Vor rund einem Jahr war ein junger Lehrer, Yannick Lux, aus unserer Stadt Steinfurt für mehrere Monate vor Ort in Afrika und hat die Kinder unterrichtet. Herr Lux konnte uns genaue Informationen und aktuelles Bildmaterial liefern, wo es noch im Projekt mangelt, wie weit die Baumaßnahmen sind und was alles zum Glück positiv rund läuft.

Yannick Lux mit seinen Schulkindern

Das alles gibt mir ein gutes Gefühl, das in dem Verein https://www.chiemela-ev.de/ die Spendengelder wirklich hinkommen, wo sie hin sollen und deswegen male ich gerne meine Bilder für sie, die Kinder in Okwuoji,Awo.Omamma, Imo State, Nigeria.

Wer sich angesprochen fühlt und mitwirken möchte, ist jederzeit herzlich eingeladen bei Chiemela e.V. auf seiner Art etwas beizutragen. Jede zusätzliche Spende ist herzlich willkommen und hilft weiter.

Arbeiten wir weiter gemeinsam an einer bunten gerechteren Welt

Iris

Einladung zur Vernissage „Friedens-Art-Dialog der Künste“

                                                                                                                                           Freitag, 20.09.2019 um 11.00 Uhr im Sozial- und Arbeitsgericht Münster, Alter Steinweg 45

 

Wer Interesse an eine interessante Bilderausstellung von mir und vier anderen Künstlern mit dem Thema „Frieden“ und es nicht zur Vernissage geschafft hat, Die Ausstellungsdauer ist vom 20.09.2019- 22.11.2019.

Freue mich auf jedes feedback von euch. Iris

Friedenszeichen

Wie viele von euch wissen, reise ich gerne. Dieses Mal haben wir uns Danzig ausgesucht.
Einer unserer Ausflüge ging zur Westerplatte. Für diejenigen, die dieser
historische Ort noch nichts sagt, hier eine kurze Erklärung.
Die sandige Halbinsel vor Danzig war der spezielle Ort, an dem das, als deutsches
Schulschiff getarnte Marineschiff, den Beschuss auf ein polnisches Munitionslager eröffnete.
Damit haben sie am 01. September 1939 den Beginn des sechs Jahre andauernden 2. Weltkrieges verursacht.

Polen hat das beschossene Bauwerk erhalten. Als Besucher kann man über die
gekippten Treppen, zerfetzten Mauern und demolierte Stockwerke gehen. Ich
kann euch sagen, es ist ein beklemmendes und beängstigendes Gefühl. Ich
hoffe, dass viele Menschen und besonders unsere politischen Entscheider, der
Westerplatte einen Besuch abstatten, sich erinnern und vermehrt für friedliche Wege, auch
im Nahen Osten, einsetzen.

Interessanterweise wurde ich nach dem Kurztrip angesprochen, ob ich eine
„Friedenstauben-Aktion“ unterstützen möchte. JAAAA – natürlich, sehr gerne!

Junge Leute von der Jugendwerkstatt Steinfurt haben mit Begleitung von Peter
Schmitz und Peter Kücking zwei Friedenstauben von 2,20 mtr. Höhe aus Holz
geschreinert. Bei der farblichen Gestaltung durfte ich mitwirken.

Wir haben die Vorderseiten jeweils mit einem halben Regenbogen bemalt und
unter diesem Symbol eine wilde bunte abstrakte Schar unterschiedlicher Menschen.
Die Friedenseite soll bedeuten, dass alle Menschen gleichwertig sind.

Die Rückseiten zur Erinnerung an den 2. Weltkrieg sind unterschiedlich.

Eine Taube trägt die Farbe der Trauer „schwarz“. Damals wurden inhaftierte Juden mit unterschiedlichen Stoffdreiecken gekennzeichnet, damit die Wächter den Grund der Inhaftierung erkennen konnten. Ein rotes Dreieck bedeutete, dass es sich bei dieser Person
um einen politischen Häftling handelte. Als Zeichen unserer Missachtung haben wir diese farblichen Symbole auf dem schwarzen Hemd der Taube gemalt.
(noch nicht fertig)

Der anderen Taube haben wir ein Hemd aus hellblau und grauen Streifen malerisch angezogen – sowie die typische Kleidung der Juden in den Konzentrationslagern damals aussah. Außerdem erhält sie eine Nummer, denn den Menschen stand man keinen Namen zu, dass wäre zu persönlich gewesen.

(noch nicht fertig)
Eine der Friedenstauben wird ab dem 20. August 2019 in Borghorst vor dem Heimathaus und die andere zur selben Zeit in dem Stadtteil Burgsteinfurt in der Fußgängerzone aufgestellt.
Beide Tauben treffen sich nach 3 Wochen am 9. September 2019 vor dem Rathaus von Steinfurt, wo die Bürgermeisterin Frau Bögel-Hoyer sie im Empfang nehmen wird.

Ich empfinde es als eine Ehre, dass ich bei diesem Mahnmal unserer schrecklichsten dunklen deutschen Vergangenheit oder anders positiver ausgedrückt bei diesem besonderem „Zeichen des Friedens“ meinen Anteil einbringen durfte.

Farbenfrohe und friedliche Grüße

Iris

WENN HÄUSER….

Gedichte und Bilder passen sehr gut zusammen!

Hier ein Beispiel eines selbst geschriebenen Gedichtes und das dazugehörige Bild mit Bauzeichnungen und einem Art-Resin – Überzug.

Auch dieses Objekt hängt momentan in der Ausstellung bei https://provitare.de

Wenn Häuser sprechen könnten würden sie vielleicht Geschichten erzählen von kriminelle Machenschaften, Wutanfälle, wilde Partys und Fressorgien der Bewohner.

Wenn Häuser fühlen könnten, würden sie vielleicht mit Kindern lachen und ihre Unbeschwertheit erleben, trösten in Trauer und Melancholie und sich freuen, wenn ihre Familie glücklich ist.

Wenn Häuser hören könnten, würden sie vielleicht Geheimnisse mitbekommen die keiner wissen darf,  über gut erzählte Witze lachen und sich bei zu lauter Musik beschweren.

Wenn Häuser denken könnten, würden sie vielleicht knifflige Matheaufgaben ausrechnen, für unlösbare Probleme Antworten finden und sich Gedanken über den eigenen Tapetenwechsel machen.

Wenn Häuser sehen könnten, würden sie vielleicht nicht jedem Gast die Türe öffnen, Spinnen verbieten ihre Netze in den Ecken zu weben und beratend bei der Garderobe zur Seite stehen.

Wenn Häuser riechen könnten, würden sie sich vielleicht über unzählige stinkende Pupse beschweren,  Mahlzeiten vor dem Anbrennen retten und den Raumduft selber wählen.

Ja… wenn….

 

Dichten und malen – macht Spaß, versucht es doch einmal selbst.

Lyrische und freudige Grüße

Iris